Ausstellung in La Chaux-de-Fonds

Vom 12. bis 16. September 2019 waren die Bilder der Wanderausstellung von ATD Vierte Welt an einem Fest des soziokulturellen Hauses «La Coquille» zu sehen. 

Rund fünfzig Personen kamen zur Vernissage, an der Frau Katia Babey, Leiterin der sozialen Aktion der Stadt, und auch Frau Stéphanie Hügli, Präsidentin des Generalrats von Le Locle, das Wort ergriffen. 

Ein vertiefter Austausch

Der Austausch rund um die ausgestellten Werke blieb nicht an der Oberfläche. Jemand sagte: „Diese Bilder stecken voller Geschichten, die dich ansprechen und mitnehmen.“ So war es auch mit dem Bild des Belgiers Christian Januth „Die traurigen Clowns“. Diese treten an Volksfesten auf, werden dort aber oft nur geduldet. Auch die leuchtenden Kompositionen von Eva Teuscher aus Basel – eines ihrer Bilder schmückte das Festplakat von „La Coquille“ – gaben Anlass zu Ge-sprächen. Und die Kohlezeichnung von François Jomini, die ein Kind aus einem Slum mit einem mysteriösen Lächeln zeigt, liess die Blicke verweilen. 

Unter den Besuchern war ein Kind, das uns besonders berührte, als es mit ernster Stimme vom Geplagtwerden in der Schule sprach. Daraufhin erinnerte sich ein Familienvater, wie er als Kind versucht hatte, solidarisch zu sein und für mehr Gerechtigkeit einzutreten. Ein junger Tänzer wurde besonders von den vorgetragenen Gedichten von Michel Savary angesprochen. Und die Vereinsmitglieder eines Sozialrestaurants luden uns mit ihrer Frage zum Wert “von Hand und Stimme eines jeden“ zum Weiterdenken ein.

Noldi Christen