Gemeinsam

Image: copyright Ville de Bulle

Wir stellen fest, dass die Coronakrise in unserer Stadt die Trennwände zwischen den Organisationen geöffnet hat. Die Dringlichkeit der Lage hat die Solidaritätsgruppen stärker miteinander verbunden. Sie hat gemeinsame Initiativen hervorgerufen, so eine wöchentliche Videokonferenz, welche Gemeinde- und Bezirksämter, die „agents sympas“, die diakonischen Dienste der Pfarrei, den Lions-Club, die Jugend, die Hilfsvereine wie St Bernard du Coeur, Caritas und andere zusammengeführt hat. Um in ihren Überlegungen voranzukommen, hat diese Plattform mit der Zeit noch weitere Akteure wie den Sozialdienst und die Beistandschaftsbehörde eingeladen. Wir wurden gebeten zu berichten, wie ATD Vierte Welt „auf sehr isolierte Menschen zugeht“ und sich bemüht, „niemanden aufzugeben“. Gemeinsam haben wir gesucht, wie jene zu erreichen sind, die sich nicht melden und die auch die Hotline nicht anrufen. Angesichts der Schwierigkeit, jenen Menschen beizustehen, die am meisten darauf angewiesen wären, hat sich die Gruppe an die lokale Presse gewandt, um die Bevölkerung zur Aufmerksamkeit in ihrer Nachbarschaft aufzurufen.

Es gab Jugendliche, die einen Austausch von Videoszenen zu folgenden Fragen wünschten:

Was hält uns am Leben und wie werden wir diese Pandemie hinter uns lassen?
Was haben wir an Positivem erlebt und wozu habe ich nun Lust?

Wir hoffen, dass uns diese Fragen auch auf dem Weg zum Welttag zur Überwindung der Armut am 17. Oktober begleiten werden.

Jean-Paul und Caroline Petitat, Bulle