Schweizer ohne Namen. Die Heimatlosen von heute – Hélène BEYELER-VON BURG.

10.00CHF

Vierte Welt Verlag. 376 Seiten. 1985.

Vorwort von Joseph WRESINSKI

Beschreibung

„Als ich ‚Schweizer ohne Namen‘ gelesen habe, fühlte ich mich anerkannt. Ich hab mir gesagt: Es gibt andere Familien, die haben das gleiche erlebt. Das war nicht nur der Fehler meiner Eltern.“ So würdigt ein Mitglied der Arbeitsgruppe Geschichte erforschen für die Zukunft der Kinder die Bedeutung dieses Buches.

Arme Familien in der Schweiz? Die Entdeckung dieser Realität wird nach wie vor viele Leser und Leserinnen überraschen. Das Buch zeigt auf, dass es auch hier, wie in andern Ländern, Armut und Not immer gegeben hat: das versteckte und verschwiegene Elend der Menschen ohne Ausbildung und ohne Beruf, ohne Zuhause und ohne anerkannte Familie.

Dieses Buch ist die Stimme aller Erniedrigten, die heute wie gestern als vollwertige und gleichberechtigte Menschen anerkannt werden wollen: Auch sie möchten eine Ausbildung erlangen und einen Beruf erlernen, eine Familie aufbauen und lieben, unsere Gesellschaft mitgestalten.

Es ist der Aufschrei zutiefst verletzter Eltern, die mit Mut und Einsatz dafür kämpfen, dass ihre Kinder morgen nicht mehr Fürsorgeempfänger sind, Bürger ohne Stime und ohne Rechte, Menschen ohne Aussicht auf Veränderung.

Es ist eine Aufforderung zu einer neuen Betrachtungsweise: Es lässt die Geschichte, die gesellschaftlichen Einrichtungen und die Gesetzgebung unseres Landes in einem neuen Licht erscheinen.

„Wenn sich  nichts ändert, dann werden unsere Kinder und Grosskinder ebenso abgelehnt werden wie wir, und so wird es immer weitergehen, von einer Generation zur andern. Auf diese Weise kann es nie Frieden geben!“ Heute, gut dreissig Jahre nach dem Erscheinen des Buches, erweist sich die Weitsicht dieser Worte eines Familienvaters. Lernen wir aus der Geschichte, damit sich die Armut nicht länger von Generation zu Generation wiederholt!