Reaktionen aus Genf

Mitglieder von ATD Vierte Welt und Vertreter diplomatischer Missionen an der UNO nahmen im letzten Dezember an einer Videovorführung über „Verborgene Dimensionen der Armut“ im Haus Joseph Wresinski teil. 

Basismitglieder von ATD Vierte Welt ergriffen das Wort und betonten, wie wichtig es für sie sei, ihr Erfahrungswissen teilen zu können. Sie sagten auch, dass ihnen die Erfahrungen der Menschen aus den sechs andern Ländern dieser Forschungsarbeit nicht fremd sind. Das Anliegen des Friedens, das in der Forschung ebenfalls zur Sprache kommt, beschäftigt auch Basismitglieder in der Schweiz. Fehlender Frieden bremse einen, etwas zu unternehmen:

„Wenn man dich in Frieden lässt, wenn man aufhört, über dich herzufallen, dann kannst du ruhig denken und du kannst es wagen, eine Ausbildung zu machen. Du bist nicht mehr im Dauerstress.“

Delphine

„Vor ein paar Jahren war das Elend in der Schweiz versteckt, es war ein Tabu, man sollte dich auf keinen Fall sehen“.

Florence

„Das Video über die verborgenen Dimensionen hat mich beeindruckt: der Teil über die Kinder, die von Generation zu Generation den Eltern weggenommen (und fremdplatziert) werden, denn das habe ich auch erlebt. Und dann jene Frau aus den USA mit ihren vier Kindern, die Angst hat, sie aus dem Haus zu lassen, Angst, dass sie getötet werden.“

Michèle

„Und jene arme Frau in Frankreich, die mehr Geld braucht. Um mehr Geld zu bekommen, riet man ihr, ihre Kinder ins Heim zu geben. Das macht keinen Sinn! Besser, ihr die 300€Euros zu geben, die das Heim pro Tag kostet, damit sie ihre Kinder behalten und selber aufziehen kann.“

Jenny