Rückblick auf eine Ferienwoche

Zuerst waren fünf Erwachsene und elf Kinder, die stark unter den Folgen der Corona-Pandemie gelitten hatten, im Haus. In drei dieser Familien sind die Kinder fremdplatziert und die Eltern konnten sie während des ersten Teils der Sperrzeit nicht besuchen. Eine andere Familie litt unter dem Druck der Schule, als ihre vier Kinder zuhause lernen sollten.

Kreative Kunstwerkstätten, Spaziergänge, Ausflüge, Spiele, Ruhe- und Erholungszeiten erfüllten die Tage. Eine Mutter war glücklich, dass sie zum ersten Mal fünf aufeinanderfolgende Tage mit ihrem kleinen Kind verbringen durfte. Eine andere Frau liebte die Spaziergänge in der Umgebung, denn die Berge erinnerten sie an ihre Kindheit. Ein Vater sagte: 

„Es ist das erste Mal, dass wir miteinander als Familie ein paar Ferientage ausserhalb der Stadt, in der wir wohnen, verbringen können!“ 

Die Kinder freuten sich, mit andern spielen zu können und neue Freunde zu finden. „Ich habe eine neue Leidenschaft entdeckt: Das Töpfern!“ freute sich ein Teenager. 

Zwei weitere waren stolz, dass sie für alle ein Tiramisu zubereitet hatten. Und ein Vater liess es sich nicht nehmen, eine Mahlzeit für alle zu kochen.

Diese Ferientage gelangen auch dank befreundeten Einwohnern aus Treyvaux, dem Volontariatsteam und dem schwung-vollen Beitrag der Jugendlichen. Caterina meinte nachher :

„Ich konnte eine andere Realität erleben und Menschen kennenlernen, denen die Armut zu schaffen machte. Ich sah ihre Motivation, ihren Mut! Ich sah, dass sie, die in der Gesellschaft an den Rand gedrängt wurden, grosse Talente hatten und eine unglaubliche Lebensfreude. Das hat mir viel gebracht.“  

Eine Mutter sagte am Ende der Woche, dieser Aufenthalt habe ihr das Gefühl gegeben, zu einer grossen Familie zu gehören. Mit diesem neuen Gefühl der Zugehörigkeit sind alle abgereist, voller Hoffnung, als Familie leben zu können.   

Marylise Roy