In seinem Umfeld

Wer nicht akzeptiert, dass Menschen in Armut und Ausgrenzung leben, ist aufgerufen als Bürgerin und Bürger zu handeln, aktiv zu werden, sei es in der Nachbarschaft, bei der Arbeit, im Verein, in der Familie oder ganz allgemein im persönlichen Umfeld.

Möglichkeiten und Wege für ein weiterführendes Engagement gegen Armut, vorgeschlagen von ATD Vierte Welt:

  • Eine respektvolle Haltung entwickeln und in seinem Umfeld handeln

In seinem privaten oder beruflichen Umfeld achtsam sein und Handlungen von sich selbst und seinen Mitmenschen aus einer Metaposition kritisch hinterfragen. Nach und nach eine Haltung entwickeln, die es ermöglicht in jeder Situation und mit jeder Person respekt- und würdevoll umzugehen.

  • Durch seine Aussagen und sein Verhalten
  • Verbindungen dort herstellen, wo sie nicht existieren
  • Ablehnen von politischen Entscheiden und Massnahmen, die zu Abhängigkeiten führen. Für Rechte und Verantwortung für alle einstehen.
  • Die Vierte Welt in allen Bereichen der Gesellschaft bekannt machen.
  • Vom Wissen und der Realität armutserfahrener Menschen lernen
    • Mit armutsbetroffenen Menschen in seinem Quartier / seiner Ortschaft in Kontakt treten. Über eine Regelmässigkeit und Kontinuität Vertrauen und eine Beziehung aufbauen, ohne je aufdringlich zu sein.
    • An Anlässen der Bewegung ATD Vierte Welt dabei sein oder mithelfen und dadurch in einem ungezwungenen Rahmen in Kontakt mit Menschen mit Armutserfahrung kommen (siehe Beispiele unten).
  • Sich in konkreten Projekten engagieren
  • Mitarbeit in einem konkreten Projekt der Bewegung ATD Vierte Welt (siehe Beispiele unten)
  • Mitarbeit in einem bestehenden Projekt einer anderen sozialen Organisation in seinem Quartier / seiner Ortschaft und versuchen, die Haltung von ATD Vierte Welt zu leben / einzubringen. Analog Punkt 1) die Aktionen achtsam betrachten und sich mit anderen Personen (mit einem Bezug zu ATD Vierte Welt?) regelmässig über die Erfahrungen austauschen.
  • Mit anderen interessierten und engagierten Menschen eine eigene Aktion / ein eigenes Projekt starten. Achtung: Projekte sollten immer von den Bedürfnissen der armutserfahrenen Personen ausgehen!
  • Kollektiv: Eine eigene «Lokalgruppe» gründen
    • Sich gemeinsam die Frage stellen ob eine eigene Lokalgruppe gegründet werden soll. In diesem Fall ist es wichtig, gemeinsam über die Richtung nachzudenken, die als Gruppe eingeschlagen werden wollen
    • In dieser Gruppe seine Erfahrungen und Fragen mit anderen austauschen und sein Verständnis von Armut und Armutssituationen vertiefen
  • Sich in einer konkreten Aktion im Rahmen der Bewegung ATD Vierte Welt engagieren

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