Geschichte erforschen für die Zukunft der Kinder

Diese Arbeitsgruppe entstand im Anschluss an die Entschuldigung des Bundesrats bei den Opfern fürsorgerischer Zwangsmassnahmen. Etwa fünfzehn von Armut, administrativen Versorgungen und Fremdplatzierungen direkt oder indirekt betroffene Personen sind seit Mai 2014 regelmässig zusammengekommen, haben sich ausgetauscht und einander beim Zugang zu den Akten, zur Soforthilfe und später zum Solidaritätsbeitrag begleitet. Sie haben sich gegenseitig geholfen, die je eigene Geschichte zu verstehen. Gemeinsam wollen sie dazu beitragen, dass das Leben und die Sichtweise der über Generationen hinweg von tiefer Armut betroffenen Familien und ihrer gewaltsam entwurzelten Glieder ihren gebührenden Platz in der Schweizer Geschichte bekommen.

Ein Beitrag zur Schweizer Geschichte

Von Anfang an war diese Arbeitsgruppe im Gespräch mit der Unabhängigen Expertenkommission (UEK), die von der Regierung mit der Untersuchung der administrativen Versorgungen vor 1981 betraut war.
Im Schweizer Zentrum von ATD Vierte Welt organisierte sie mehrere Arbeitstreffen mit HistorikerInnen sowie mit Fachleuten, die beruflich mit der Problematik von Armut, Internierung und Fremdplatzierung konfrontiert sind. Sie beteiligte sich auch an den von der UEK organisierten Gesprächen und schrieb einen gemeinsamen Beitrag für deren Schlussbericht (seit September 2019 auf www.uek-administrative-versorgungen.ch).

Damit sich etwas ändert

Die UEK hat ihre Forschungen Ende 2018 abgeschlossen. Das war auch für die Gruppe der Moment, eine Bilanz ihrer Arbeit zu ziehen. Dieses Dokument enthält Aussagen aus Begegnungen, die zwischen Mai 2014 und Mai 2018 stattfanden. Jede Seite wird mit einer Frage eingeleitet. Das ist eine Einladung, das Gespräch fortzuführen und auszuweiten, denn: „Unsere Geschichte muss den kommenden Generationen helfen, dass sich etwas ändert.“

Mehr Informationen
Der „Beitrag zur Aufarbeitung der administrativen Versorgungen und Fremdplatzierungen in der Schweiz“ als Download

Dokumentation

Hier finden Sie eine Liste von Publikationen, welche den Mut und den Widerstand armer Personen und Familien angesichts von Verachtung und fürsorgerischem Zwang dokumentieren und den gemeinsamen Kampf für das Recht als Familie in Würde zu leben.

Die Anerkennung des erlittenen Unrechts als Chance ergreifen

Mit Kindern über dieses Kapitel unserer Geschichte nachdenken

Eine lange Geschichte von Mut, Widerstand und gemeinsamem Kampf