Leitbild

Unsere Aufgabe: Armut überwinden und den Frieden fördern. Die Antworten auf umfassende Armut bleiben allzu oft provisorisch und ausgrenzend. Die Bewegung ATD Vierte Welt schafft Langzeitpräsenz (Generationen übergreifend), erdenkt und entwickelt alle Projekte mit den Menschen, die in Armutsverhältnissen leben und der Gewalt und den Ungerechtigkeiten der Armut ausgesetzt sind.

Die Gesellschaft kann sich nur dann von umfassender Armut befreien, wenn wir den Mut und die Handlungsfähigkeit der Armutsbetroffenen, ihre Redefreiheit, ihr Recht und die Entfaltungsmöglichkeiten ihrer Intelligenz und Kreativität erkennen, um mit andern in echter Partnerschaft entscheiden und handeln zu können.  

Die Überwindung der Armut erfordert eine gesellschaftliche und persönliche Umkehr, um die von Diskriminierung, Angst und Abwehr geprägten Reflexe zu überwinden. Diese halten die ärmsten Menschen im Elend fest, unabhängig vom wirtschaftlichen Reichtum ihrer Umgebung.

«Das Elend ist nicht unabänderlich. Es ist von Menschen gemacht und nur die  Menschen können es überwinden.»

Joseph Wresinski

Zugang finden zur Bildung und diese mit der Intelligenz aller gestalten

Die Intelligenz von Menschen in grosser Armut liegt allzu oft brach – eine grosse Ungerechtigkeit! Wir wollen der Lebenserfahrung und Kenntnis der Menschen, die im Alltag gegen grosse Armut ankämpfen, in allen Bereichen der Gesellschaft Anerkennung verschaffen und den Wunsch und die Bemühungen der Eltern nach einer besseren Zukunft für ihre Kinder unterstützen.

Eine Wirtschaft fördern, die Mensch und Umwelt achtet

Das wirtschaftliche System zwingt die Ärmsten oft zur Untätigkeit und lässt sie wehrlos zurück. Es gibt zahlreiche Akteure an vielen Orten der Welt, die nicht primär den Profit, sondern das Wohl der Menschen und Gemeinschaften suchen, verbunden mit der Achtung der natürlichen Ressourcen unserer Erde. Wir setzen uns dafür ein, dass armutsbetroffene Menschen daran teilhaben können.

Ein Gesellschaftsprojekt für die Menschenrechte und den Frieden

Es ist nicht möglich vom Frieden zu reden, ohne die zerstörende Gewalt der Armut und auch den Beitrag armutsbetroffner und ausgegrenzter Menschen zur Friedensbildung anzuerkennen.  Um gegen die Vorurteile gegenüber den Menschen in Armut anzukämpfen führen wir  Kampagnen zur Sensibilisierung der öffentlichen Meinung durch. Um die Menschenrechte für alle zu garantieren, setzen wir uns auf Ämtern, in Organisationen und Institutionen sowohl auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene für die Anliegen der Übergangenen ein.

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